Heizungsarten

In unserem heutigen Beitrag möchten wir Ihnen die gängigsten Heizungsarten vorstellen. Dabei erheben wir nicht den Anspruch, eine vollständige Liste zu liefern. Die bereits in unserm Beitrag über Eisheizungen vorgestellte Form, werden wir hier nicht wiederholen. Dazu lesen Sie bitte unseren Beitrag zu dieser Heizungsart.

Wenn Sie über eine neue Heizung nachdenken, haben Sie die Qual der Wahl. Inzwischen gibt es viele Heizungsarten. Wir möchten Ihnen hier einen Überblick verschaffen mit folgenden Heizungen:

  • Ölheizung
  • Gasheizung
  • Holzheizung/Pelletheizung
  • Wärmepumpe
  • Brennstoffzellenheizung
  • Blockheizkraftwerk
  • Elektroheizung
  • Solaranlage
  • Hybridheizung

Das Prinzip der Fernwärme möchten wir in diesem Beitrag nicht beleuchten, da es sich hier um fremderzeugte Wärme handelt, die lediglich einem Gebäude zugeführt wird. Wenn Sie dazu Fragen haben, sprechen Sie uns einfach darauf an.

Ölheizung

Ölheizungen gibt es heute noch in vielen Haushalte. Sie bestehen aus einem Öltank, einem Heizkessel und einer Regelung. Durch Verbrennung von Heizöl wird Raumwärme erzeugt. Es kann aber auch zur Produktion von Warmwasser genutzt werden. Die Nachteile einer Ölheizung sind das Verbrennen fossiler Rohstoffe. Damit ist der Betrieb nie CO2-neutral, also belastet immer das Klima. Besonders bei alten Ölheizungen, die keine Öl-Brennwerttechnik nutzen. Eine Ölheizung benötigt viel Platz für den Tank, der in unmittelbarer Nähe, aber doch in einem abgegrenzten Bereich aufgestellt wird.

Gasheizung

Eine Gasheizung arbeitet ähnlich wie eine Ölheizung. Sie verbrennt Gas zur Erzeugung von Raumwärme und wenn gewünscht auch Warmwasser. Das Gas wird meist von außen über Leitungen zugeführt und seltener in einem Flüssiggastank auf dem eigenen Grundstück gelagert. Eine Gasheizung besteht aus einem Gasbrenner, einem Wärmetauscher, der Regeltechnik zur Steuerung der Anlage, einem Membran-Druckausdehnungsgefäß mit Sicherheitsventil für die Volumenschwankung des Wassers und einer Abgasleitung.
Ist Ihr Eigenheim oder Wohnung an ein Gasnetz angeschlossen bzw. liegt es an einer Gasversorgungsleitung, so lässt sich ein Anschluss einfach realisieren. Ist das nicht der Fall, kann ein Anschluss mit hohen Anschlussgebühren verbunden sein.

Auch Gas ist ein fossiler Brennstoff, daher belastet die Verbrennung ebenfalls die Umwelt. Allerdings verbrennen moderne Gasheizungen den Rohstoff Gas zu 98%. Neben der besonderen Energieeffizienz ist der andere Vorteil ihre kompakte Bauform, die wenig Platz benötigt.

Holzheizung/Pelletheizung

Die Pelletheizung ist nur eine Art der Holzheizung. Bei einer Holzheizung wird Holz in verschiedenen Formen verbrannt. Als Scheite, Holzschnitzel oder Pellets. Pellets sind gepresste Holzstäbchen aus Wald- und Industrieholzresten. Alles sind nachwachsende Rohstoffe. Für den Betrieb einer Holzheizung benötigt man in unmittelbarer Nähe der Heizung ein umfangreiches Lager der Rohstoffe, um die Heizungsanlage regelmäßig befeuern zu können. Durch aktuelle Technik lässt sich das Holz, die Biomasse in Vergaserkesseln sauber und effizient verbrennen und damit nutzen. Ein Holzfeuer lässt sich aber nicht einfach ausdrehen, wie eine Heizung. Der Brennvorgang ist nicht einfach zu stoppen. Daher benötigt man noch einen Speicher, der die dann anfallende Wärme zwischenspeichert und sie erst wieder abgibt, wenn sie wieder benötigt wird.

Wärmepumpe

Eine Wärmepumpe nutzt thermische Energie aus Luft, Wasser oder dem Erdreich, um damit ein Gebäude zu heizen. Das genaue Prinzip haben wir bereits in unserem Artikel über Wärmepumpen erläutert.

Eine Wärmepumpe schont fossile Ressourcen und ist sehr umweltfreundlich. Sie ist kombinierbar mit anderen umweltfreundlichen Techniken zum Beispiel einer Solaranlage. Dafür hat sie den Nachteil von hohen Anschaffungskosten.

Blockheizkraftwerk

Ein Blockheizkraftwerk erzeugt nicht nur Wärme für Heizung und Warmwasser, sondern auch Strom zur Deckung des eigenen Bedarfs. Ein Blockheizkraftwerk oder BHKW funktioniert durch einen Verbrennungsmotor. Dieser kann mit unterschiedlichen Energieträgern befeuert werden: Gas, Öl, Heizöl oder Holz. Ein BHKW kann bei der Stromerzeugung einen Wirkungsgrad von bis zu 90% erreichen.

Ein Blockheizkraftwerk lohnt sich aber nur dann, wenn neben der Wärme auch eine größere Menge an Strom verbraucht wird. Das kann zum Beispiel für ein Stadtviertel oder eine gewerbliche genutzte Immobilie der Fall sein.

Elektroheizung

Eine Elektroheizung nutzt Strom, nach dem Prinzip eines Durchlauferhitzers, um Wasser zu erhitzen. Dieses heizt dann die Räume. Die Elektroheizung ist damit die am umstrittenste Heizungsart. Wenn für die Erzeugung des Stroms herkömmliche Stromquellen genutzt werden durch Kraftwerke des öffentlichen Netzes, deren Wirkungsgrad meist unter 50% liegt und fossile Brennstoffe oder Atomenergie nutzt. Kombiniert man eine Elektroheizung mit einer Solaranlage, sieht die Energiebilanz schon deutlich besser aus.

Solaranlagen

Solaranlagen oder Solarthermieanlagen nutzen die Energie der Sonne, die kostenfrei bei Helligkeit und schönem Wetter zur Verfügung steht. Dabei unterscheidet man Solaranlagen, die ausschließlich Strom erzeugen oder Anlagen, die für die Nutzung von Wärme vorgesehen sind. Bei letzteren wird eine Solarflüssigkeit durch die Kollektoren auf dem Dach geführt. Diese erhitzen sich bei Sonneneinstrahlung. Das heiße Medium wird zur Erwärmung von Wasser (Trink- und/oder Heizungswasser) verwendet, welches dann gespeichert wird. Die Wärme wird dann genutzt, wenn sie gebraucht wird. Denn meist fallen die Zeiten der Erzeugung und die der Nutzung nicht zusammen. Daher sind Speicher ein wichtiger Bestandteil von Solaranlagen. Denn nur wenn der erzeugte Strom oder die Wärme selbst genutzt werden können, erzielt man einen finanziellen Vorteil.

Hybridheizung

Hybridheizungen kombinieren Energie- und Wärmegewinnung aus erneuerbaren Energien mit herkömmlichen Energien. Photovoltaikanlagen liefern bei Nacht keine Energie. Für diesen Fall ergänzt ein herkömmliches Verbrennungsverfahren die Versorgung. Solche Anlagen sind in der Anschaffung etwas teurer, nutzen aber regenerative Energien und ergänzen nur einen Bruchteil durch herkömmliche, meist fossile Brennstoffe wie Öl und Gas.

Fazit

Wenn Sie über eine neue Heizung nachdenken, informieren Sie sich gut im Netz oder bei uns. Prüfen Sie Ihre Wärme- und Strommengen und Ihre Platzverhältnisse. Erst, wenn Sie sich einen ersten Eindruck verschafft haben, bringt ein intensives Beratungsgespräch mit Ihrem Heizungsbauer Klarheit für die neue Investition. Wenn Sie Unterstützung dazu benötigen, rufen Sie uns an. Wir beraten Sie gern und umfassend.

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