Unter Smart-Wasser oder Smart Water versteht man Lösungen zur Verbesserung der öffentlichen und privaten Wassernutzung. Die Nutzung von Wasser wird „intelligenter“ gemacht und daraus Aktionen generiert, in dem an verschiedenen Stellen der Verbrauch, Durchfluss oder ähnliches gemessen wird. Mit den erhobenen Daten werden Probleme lokalisiert, auf die dann schneller reagiert werden kann. Beispiel: Im öffentlichen Raum verliert eine Wasserleitung Druck oder Wasser. Je nach Menge der Messstellen ist die Stelle der Leckage sehr genau zu bestimmen und kann gezielt repariert werden. Beispiel 2: Sie verbrauchen im Badezimmer gleichmäßig Wasser, auch wenn Sie dieses nicht benutzen. Da kann es sein, dass Sie einen tropfenden Wasserhahn haben.
Der Begriff Smart Wasser oder Smart Water ist kein geschützter Begriff, daher kann er bei der Verwendung zu Irritationen führen. Gemeint ist immer die Erhebung von Daten im Zusammenhang mit Wasser und darauf aufbauend weiteren Anwendungen. Wir beleuchten das Thema kurz für den privaten und den öffentlichen Bereich.
Der private Bereich von Smart Wasser
Smart Wasserzähler messen den Verbrauch in Echtzeit. Sie erkennen Lecks und melden Auffälligkeiten sofort per App. Zum Beispiel kann das System messen, wenn Ihre Toilettenspülung dauerhaft Wasser verliert. Sie haben eine Live-Verbrauchsanzeige auf Ihrem Handy. Es gibt einen Leckage-Alarm für den Fall eines Rohrbruchs bei Ihnen im Haus. Zusätzlich bekommen Sie Spartipps für den Wasserverbrauch angezeigt. Die Smarte Wasserüberwachung lässt sich problemlos in ein Smart-Home-System integrieren. Wer technik-interessiert ist und seinen Wasserfußabdruck reduzieren möchte, für den kann dies interessant sein.
Der öffentliche Bereich von Smart Wasser
Hier gestaltet sich das System Smart Wasser etwas komplizierter. Auch hier liefern Sensoren und Messstellen Daten an eine zentrale Datenbank. KI bietet dann zum Beispiel die Möglichkeit Wasserverluste durch Leckagen schneller festzustellen und zu orten. Reparaturen können dann kurzfristig und zielgenau durchgeführt werden. Mit der Messung von Durchflussgeschwindigkeiten lassen sich ebenfalls Engstellen lokalisieren, die dann frühzeitig beseitigt werden können, bevor es zu weiteren Schäden kommt.
Mit weiteren Sensoren lassen sich u. a. die Qualität von Frischwasser messen, die Menge der Verdunstung und die Temperatur des Wassers ermitteln, usw.
Im Zuge weltweiter Veränderungen der Witterungsverhältnisse können Städte und Kommunen mit Hilfe von Smart Water besonderen Ereignissen entgegentreten.
In vernetzten Datenplattformen werden die Daten zusammengeführt, ausgewertet und dann mit Wetterdaten kombiniert. So kann bei Unwettern mit Starkregen der Abfluss in verschiedenen Stadtteilen intelligent geregelt werden, um Überschwemmungen zu vermeiden. Das Wasser wird in dafür vorgesehenen Speicherbecken gesammelt und für trockene Zeiten gespeichert. Dieses System sorgt auch für die Bewässerung im öffentlichen Raum, wenn entsprechende Sensoren im Boden melden, dass die Feuchtigkeit unter einen bestimmten Stellenwert gesunken ist.
Smart Wasser ist nur ein Teilbereich des großen Themas Smart City, das auch viele andere Bereiche umfasst, wie Smart Energy, Smart Parking, Smart Street Lights, Smart Buildings, um nur einige wenige Aspekte hier zu erwähnen. Einige Städte in Deutschland setzen schon Teile davon erfolgreich um. Berlin beispielsweise verfolgt das Ziel ‚Verbesserung der Leistungsfähigkeit der Abwasser- und Trinkwasserinfrastruktur‘ und setzt aus diesem Grund bereits digitale Technik ein.
Fazit
Smart Wasser/Smart Water ist ein Teil von Smart Home. Smart Home ist die digitale Überwachung eines Einzelhaushaltes oder Gebäudes. Alle Smart-Home-Informationen können zusammen mit den oben genannten anderen Smart Informationen eine Smart City ergeben. Es lassen sich damit langfristig Ressourcen und Kosten sparen. Planungen von Städten und Kommunen werden neu definiert und anders umgesetzt.
Diese Datensammlungen dienen einer besseren Planung, z. B. der Verhinderung von Überschwemmungen in Stadtgebieten durch Starkregenereignisse. Somit bieten Smart Wasser, Smart Home und schließlich Smart Cities interessante Möglichkeiten.
Wie Smart Home der Überwachung und Steuerung des eigenen Heims dient, dient Smart City der Überwachung und Steuerung ganzer Städte und Kommunen. Die positiven Aspekte stehen einer zunehmenden Überwachung ganzer Regionen sowie der damit verbundenen Datensammlung aus allen Lebensbereichen gegenüber.
Wir finden das Thema sehr spannend und haben deshalb hier darüber informiert. Weitere Informationen dazu finden Sie im Internet.
