Heute stellen wir Ihnen Infrarotheizungen vor. Wir erläutern wie sie funktionieren, der Aufbau einer solchen Heizung, die Kosten, die Vor- und Nachteile von Infrarotheizungen und für wen sie geeignet sind.
Funktionsweise von Infrarotheizungen
Normale Heizungen (z. B. mit Gas oder Wasser) erwärmen hauptsächlich die Luft im Raum (direkt). Eine Infrarotheizung dagegen nutzt Infrarotstrahlung (ähnlich wie Sonnenwärme). Die Strahlung trifft auf Wände, Gegenstände wie Möbel und Menschen. Diese angestrahlten Objekte nehmen die Wärme auf und geben sie langsam wieder ab. Dadurch wird die Luft indirekt erwärmt. Die Wärme fühlt sich oft angenehmer und natürlicher an, vergleichbar mit Sonnenstrahlen auf der Haut.
Aufbau einer Infrarotheizung
Eine typische Infrarotheizung besteht aus einer elektrischen Heizplatte, also einer strahlenden Oberfläche (z. B. Glas, Metall oder Keramik) und einer Stromquelle als Energiequelle zum Beispiel eine Steckdose.
Es fließt kein Wasser, es sind keine Rohre notwendig, man benötigt keine klassische Heizungsanlage, jedoch eine Stromzufuhr.
Kosten einer Infrarotheizung
Eine Infrarotheizung kostet ein paar Hundert Euro und kann wie ein Bild an die Wand gehängt werden. Es gibt auch Elemente, die mit Ihrem Wunschmotiv bedruckt werden oder als Spiegel oder Tafel an Wand oder Decke gehängt werden. Wie oben erwähnt muss eine Steckdose in der Nähe sein, um die Infrarotheizung mit Strom zu versorgen. Die Infrarotheizung benötigt jedoch viel Strom!
Vorteile
- Schnelle Wärme (direkt spürbar)
- Kein Luftzug → gut für Allergiker (weniger Staubaufwirbelung)
- Schimmelhemmend (Wände bleiben trocken und warm)
- Einfache Installation (oft nur Steckdose nötig)
- Wartungsarm (kein Kessel, keine Leitungen)
Nachteile
- Stromkosten können sehr hoch sein (je nach Nutzung und Strompreis)
- Heizen großer Räume kann ineffizient sein
- Wärme ist eher punktuell (Strahlungsbereich entscheidend)
Für wen ist eine Infrarotheizung geeignet?
Besonders sinnvoll ist eine Infrarotheizung für:
- Kleine Räume (Bad, Büro, Gästezimmer)
- Selten genutzte Räume (z. B. Ferienwohnung)
- Altbau ohne zentrale Heizung
- Allergiker
- Menschen, die gezielt Zonen heizen wollen
- Modern sanierte Gebäude mit guter Dämmung
- Eine Kombination mit einer Photovoltaikanlage
Infrarotheizungen sind weniger geeignet für:
- Große, schlecht gedämmte Häuser
- Als Dauerheizung ganzer Wohnungen (oft zu teuer im Betrieb)
- Haushalte mit hohem Wärmebedarf ohne günstigen Strom
Fazit
Infrarotheizungen lohnen sich für punktuelle, nicht dauerhafte Heizung von Räumen als Ergänzung. Wenn Sie ein Haus oder eine Wohnung neu bauen und diese gut gedämmt ist, ist eine Kombination mit einer Photovoltaikanlage durchaus sinnvoll. Um die Stromkosten durch die eigene Erzeugung zu deckeln, bietet sich auch ein Stromspeicher dazu an; Damit schaffen Sie eine gute Basis für eine klimaschonende Heizungsversion. Sie haben Fragen zu Infrarotheizungen? Rufen Sie uns an. Wir beraten Sie gern.
